NRW: Desaster für den Klimasalafismus

Er wollte jedem Bürger sein „persönliches CO2-Budget“ zuweisen – jetzt ist sein eigenes Budget für politische Schaumschlägerei überschritten: Mit einem desaströsen Ergebnis von nur noch 26,1% und dem Verlust seines eigenen Wahlkreises hat Norbert Röttgen im bevölkerungsstärksten Bundesland das mit Abstand schlechteste CDU-Ergebnis aller Zeiten eingefahren. #

Auch die Partei, an der Röttgen die Christdemokraten orientieren wollte, nämlich die Grünen, mussten Verluste einstecken. Sie werden zwar als Teil einer Regierungskoalition mit der SPD an Rhein und Ruhr weiter an der Macht bleiben, werden dort aber weniger Einfluss haben, da die Sozialdemokraten ansehnliche Zugewinne zu verzeichnen hatten und als nicht gewillt erscheinen, sich die Butter von Brot nehmen zu lassen.

Der SPD-Sieg ist nicht unbedingt ein Zeichen überragender Innovationsfreude und Zukunftsorientierung seitens der Wähler. Immerhin geisterten gruselige Vorschläge wie ein staatlicher Kitazwang oder neue Schulden durch die Medien.

Insgesamt hat sich Hannelore Kraft jedoch zumindest innerhalb der Arbeiterschaft als solide und vertrauenswürdige Spitzenkandidatin in Szene gesetzt und dass sie in diesem wichtigen Industrieland so massiv mobilisieren konnte, während die CDU eine beispiellose Blamage erlebte, macht deutlich, dass immer mehr Menschen, die nicht zu den privilegierten Eliten gehören, die Schnauze voll haben von einem Umwelt- und Klimawahn, der für weniger Wohlstand, weniger Freiheit, höhere Strom- und Spritpreise und für eine umfassende Deindustrialisierung sorgt.

Der zweite große Wahlsieger des Abends ist die F.D.P., deren Spitzenkandidat Christian Lindner einen engagierten Wahlkampf gemacht hatte und es schaffte, die Liberalen von 2% in Umfragen kurz nach Auflösung des Landtages auf 8,3% hochzukatapultieren.

Auch wenn das F.D.P.-Ergebnis zu einem nicht geringen Teil auch auf Leihstimmen von Unionswählern zurückzuführen ist, für die der linksgrüne Röttgen-Kurs nicht mehr zu ertragen war, zeigt das Wahlergebnis, dass Freiheit und der Widerstand gegen etatistische Zumutungen auch in Deutschland noch Menschen mobilisieren können.

Rechnerisch wäre im neuen Landtag sogar eine sozialliberale Koalition möglich – allerdings dürfte Hannelore Kraft nicht gewillt sein, ein Jahr vor der Bundestagswahl Experimente zu wagen, die innerhalb der eigenen Partei für Unruhe sorgen könnten. Sie kann mit geschwächten Grünen mehr vom eigenen Programm umsetzen als mit anderen Koalitionspartnern. Vor allem werden auch die Gewerkschaften dafür sorgen, dass grüne Ideologie weniger Spielraum haben wird als dies beispielsweise in einer schwarz-grünen Konstellation der Fall gewesen wäre.

Niemand weiß, ob die Entdeckung eines älteren „Maya-Kalenders“ dabei eine Rolle spielte, insgesamt war der gestrige Wahlabend jedenfalls ein Waterloo für alle politischen Weltuntergangssekten.

Der oberste Klimasalafist Norbert Röttgen wurde in die Schranken gewiesen (auch wenn die CDU jetzt wohl den Narrativ verbreiten wird, er wäre nur deshalb nicht gewählt worden, weil ihn die Menschen in seiner Arbeit als Bundesminister nicht bremsen wollten). Die ökofaschistischen Grünen verlieren an Terrain. Die linksextremistische SED-Fortsetzungspartei flog in hohem Bogen aus dem Landtag. Der geistige Youth Bulge der ewig Pubertierenden scharte sich stattdessen um das politische Placebo „Piratenpartei“, die jedoch völlig ungefährlich ist, da man sie weithin für derartig unfähig hält, dass keine andere Partei auch nur im Entferntesten daran denkt, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Aber nicht nur die kürzlich erneuerte Weltuntergangsankündigung seitens des „Club of Rome“, sondern auch der „Volkstod“ und die wahlweise zwischen 2030 und 2070 bevorstehende Übernahme des Landes durch muslimische Eroberer brachten die Wähler in NRW eher zum Gähnen als an die Wahlurne.

Die islamophobe Bewegung Pro NRW kam trotz der permanenten Medienpräsenz nur auf lächerliche 1,5% und auch die neonationalsozialsozialistische NPD konnte vom Wahlerfolg ihrer Partnerpartei in Griechenland nicht profitieren und stürzte sogar auf 0,5% ab.

Ironie des Abends: Während insgesamt die Stimmen der Vernunft gestärkt und die des (ökologistischen, kommunistischen oder islamalarmistischen) Wahnsinns an Terrain verloren haben, scheiterte doch jene Partei, die sich programmatisch am Stärksten von Letzterem absetzte und sich „Partei der Vernunft“ nennt.

Mit 0,09% blieb man selbst hinter bescheidenen Erwartungen zurück. Neben dem geringen Bekanntheitsgrad und der übermächtigen Konkurrenz durch die F.D.P. dürfte dabei auch eine Rolle gespielt haben, dass der Bundesvorsitzende und zahlreiche Funktionsträger und Anhänger immer noch in erster Linie mit der so genannten „Wahrheitsbewegung“ und wirren Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht werden.

Hätte man unter den gegebenen Umständen wenigstens noch 0,3 oder 0,4% mit lokalen Ergebnissen bis 1% erreicht, wäre die Überlegung als sinnvoll erschienen, bis zur Europawahl 2014 die Parteiarbeit weiter auszubauen.

Das suboptimale Ergebnis von gestern legt aber nahe, lieber die Schotten dicht zu machen und innerhalb der F.D.P. für schöpferische Unruhe zu sorgen. Und 2014 einen Persönlichkeitswahlkampf für konsequent klassisch-liberale, europa- und klimawahnkritische Kandidaten wie Holger Krahmer zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s