Amnesty schweigt über die wahre Diskriminierung

Normalerweise sollte man Amnesty-Berichte, sobald man sie auf den Tisch bekommt, ungelesen in den Rundordner befördern. Spätestens als die Organisation Länder mit restriktiven Abtreibungsgesetzen als „Menschenrechtsverletzer“ in ihre Berichte aufnahm, entlarvte sie sich selbst als genau das, was man sich unter einer NGO vorstellt: Nämlich einen Haufen nichtsnutziger Wichtigmacher, die es nicht schaffen, innerstaatlich auf demokratischem Wege ihre extreme Agenda durchzusetzen und deshalb zu ebenso unnötigen wie überbezahlten supranationalen Organisationen wie der UNO laufen, um vielleicht auf diesem Wege doch am Ende noch ihren Willen zu bekommen.

Nun hat die Gruppe mit einer Studie aufhorchen lassen, die europäischen Ländern Diskriminierung von Muslimen, insbesondere Frauen und Mädchen, zum Vorwurf macht und darin unter anderem die schlechten Arbeitsmarktchancen traditionell bekleideter Angehöriger des Islam moniert.

“Muslimischen Frauen werden Arbeitsplätze verweigert und den Mädchen die Teilnahme an regulärem Unterricht – nur weil sie traditionelle Kleidung, wie das Kopftuch tragen”, erklärt Amnesty-Experte Marco Perolini. Männer müssten aufgrund ihrer traditionellen Barttracht mit Nachteilen oder Entlassung rechnen.

Amnesty International prangert in diesem Zusammenhang unter anderem Burqa-Verbote in einzelnen Ländern an sowie das Fehlen von Antidiskriminierungsgesetzen.

Was Ersteres anbelangt, liegt AI mit seiner Einschätzung nicht einmal verkehrt. Sondergesetze für europaweit vielleicht ein paar Hundert Betroffene, die überhaupt Burqa tragen und deren alleinige Zwecke Schikane der Muslime und die Beruhigung des Alarmisten-Stammtisches zu sein scheinen, illustrieren tatsächlich, dass Europa ein grundsätzliches Problem mit von der Mehrheit abweichenden Lebensentwürfen hat.

Es ist auch zutreffend, dass es kaum etwas Spießigeres und Provinzielleres gibt als die unheilige Allianz aus Feministinnen, Kampfatheisten, fundamentalistischen Christen, Traditionskatholiken und Nationalisten, die bereits einen einfachen Schleier als Bedrohung der Gesellschaftsordnung betrachten und regelmäßig besser weiß, was für muslimischen Frauen gut ist als diese selbst – da Letztere vielfach im „falschen Bewusstsein“ verharren und sogar von sich aus den Schleier tragen wollen.

Völlig verfehlt ist es jedoch, vor diesem Hintergrund nach noch mehr Staat zu rufen und Antidiskriminierungsgesetze zu verlangen.

In Wahrheit ist es der sozialistische Verteilungs- und Obrigkeitsstaat selbst, der Muslime wie auch alle anderen religiösen oder nichtreligiösen Menschen im Lande und in Europa diskriminiert.

Der Schulzwang verhindert beispielsweise, dass Eltern selbst entscheiden, wie sie die bestmögliche Bildung für ihre Kinder organisieren – ob in staatlicher Schule, Privatschulen oder selbstständig organisiertem Homeschooling. Würde es diese Vielfalt geben, gäbe es auch keinen Raum mehr für Kruzifix-, Schleier-, Sexualkunde- oder sonstige Kontroversen, da jeder das Bildungsangebot mit jenen Vorschriften wählen kann, die seinen Wertvorstellungen am Ehesten gerecht werden.

Dass ein freies Bildungswesen nicht zu mehr islamischem Fundamentalismus führt, zeigt nicht zuletzt das positive Beispiel der Gülen-Bewegung, die unter dem Motto „Baut Schulen statt Moscheen“ sowohl in der Türkei als auch in Europa erfolgreich in Bildung investiert und jungen Menschen aus dem islamischen Kulturkreis Aufstiegsperspektiven schafft.

Wenn Bildungsfreiheit dazu führt, dass die Leistungswilligen nicht mehr durch ein monopolisiertes und ideologisiertes Rütlischulwesen ausgebremst werden, werden es sich Arbeitgeber früher oder später auch ohne Antidiskriminierungsgesetze kaum noch leisten können, ehrgeizige und gut ausgebildete „Kopftuchmädchen“ außen vor zu lassen, nur weil sie auf ihrer individuell gewählten kulturellen Identität bestehen.

Darüber hinaus schaden hohe Steuern und Bürokratie Muslimen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt diskriminiert werden und deshalb ihre eigenen Unternehmen gründen wollen, in denen sie ihrerseits entscheiden könnten, wen sie einstellen und wen nicht.

Die wirklich anzuprangernde Form der Diskriminierung in Europa, die Muslime gleichermaßen wie Nichtmuslime trifft, ist in der Hoffnungslosigkeit zu sehen, die eine verfehlte europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik herbeigeführt hat, und die Jugendlichen nur noch die Aussicht auf Arbeitslosigkeit, Ausbeutung durch einen Bürokratenapparat, der Arbeit verhindert und ihnen im Namen von „Nachhaltigkeit“ und „Verteilungsgerechtigkeit“ das Geld aus der Tasche zieht und einen Schuldenberg lässt, der jeden Tag noch weiter wächst und am Ende zum Zusammenbruch des versorgungsstaatlichen Schneeballsystems führen wird.

Das Ersticken der persönlichen und wirtschaftlichen Freiheit durch Sozialismus, Ökowahn und Staatsdirigismus ist die wahre Menschenrechtsverletzung – es ist aber nicht damit zu rechnen, dass ausgerechnet Amnesty International sich dieser je annehmen würde…

2 Antworten zu “Amnesty schweigt über die wahre Diskriminierung

  1. In Deutschland gilt der Puff ja seit einiger Zeit als normale Arbeitsstelle.Wie man lesen konnte wurden einige Frauen vom Arbeitsamt dorthin geschickt um als Empfangsdame zu Arbeiten.Um wieviel wetten wir das dass das Arbeitsamt noch nie einer Muslimin dieses „Angebot“ gemacht hat…

    Und um wieviel Wetten wir das ein Arbeitgeber sich nicht traut einem Moslem bei einer Beerdigung in der Familie keinen Urlaub zu geben…

    Beides bei Freunden schon passiert!

  2. Was die Ansprüche auf Freistellung beim Tod Verwandter anbelangt, ist es im Regelfall gesetzlich oder tariflich festgelegt, bis zu welchem Verwandtschaftsgrad Sonderurlaub zusteht. Ansonsten muss man eben einen regulären Urlaubstag nehmen oder – wenn das Verhältnis zum Chef gut ist – ein Gentlemen’s Agreement treffen.

    Was das andere anbelangt, müsste man wirklich notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen, um die Unzumutbarkeit feststellen zu lassen. Wer aus religiösen Gründen solche Tätigkeiten ablehnt, hat dabei sicher keine schlechteren Karten, da es immerhin um ein Grundrecht geht. Aber das Beispiel illustriert einmal mehr treffend, was sich Bürokraten alles herausnehmen, wenn man ihnen die Macht dazu gibt…

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