Warum Mitt Romney?

Nachdem sein schärfster Rivale Rick Santorum aus nachvollziehbaren, familiären Gründen seinen Rückzug aus den Vorwahlen bekannt gegeben hat, ist es gewiss: Der langjährige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, wird als Bewerber der Republikanischen Partei den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama im Rennen um die Präsidentschaft herausfordern.

Die von vielen Bürgern längst herbeigesehnte Entscheidung im quälend langen Vorwahlkampf erlaubt es Mitt Romney endlich, sich ausschließlich auf die Bilanz des Amtsinhabers zu konzentrieren und darauf, seine Vision für ein besseres Amerika als Angebot an die Wähler zu richten.

Prompt schlägt die Vorwahlentscheidung auch in Umfragewerten nieder: Rasmussen sah etwa am Ende der 15. Kalenderwoche Romney USA-weit 5 Prozentpunkte vor Obama und mit einem enormen Aufwärtstrend in den entscheidenden Swing States ausgestattet.

Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme und der Amtsinhaber kann sich auf einen erheblichen Rückhalt unter finanzkräftigen Spendern, Mainstreammedien und Hollywoodstars verlassen. Aber es ist doch ein klares Signal dahingehend, dass Mitt Romney beim amerikanischen Normalbürger gut ankommt und Menschen für seine Ideen begeistern kann.

Und es ist zu hoffen, dass diese Entwicklung ihn am Ende ins Weiße Haus führen wird. Nicht, weil Barack Obama ein schlechter Mensch wäre. Er ist ein anständiger Kerl, ein guter Ehemann und treusorgender Vater. Aber seine politische Vorstellung von der Zukunft Amerikas ist nicht jene, die dem Land und der Welt gut tun würde.

Mitt Romney wirft dem Amtsinhaber vor, ihm wären die Ideen ausgegangen und nun gingen ihm die Entschuldigungen aus. In der Tat stehen die USA wirtschaftlich nicht besser da als zum Ende der Bush-Ära. Zwar ist der schlimmste Teil der akuten Finanzkrise von 2008/09 überstanden, aber die Zahl der Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger und Firmenpleiten sowie die Höhe der Schulden haben sich unterm Strich vergrößert.

In Obamas Administration und in der Demokratischen Partei wird in dieser Situation nicht mehr an das geglaubt, was Amerika groß gemacht hat, sondern man liebäugelt mit europäischen Ideen, die den Alten Kontinent bereits in die Misere geführt haben. Wird Obama wiedergewählt, muss er sich nie wieder einem Wählervotum stellen und das wird bedeuten, dass seine Regierung ohne jene Hemmungen agieren wird, die zurzeit noch einen besonders radikalen Kurs der Ausweitung der Staatsquote, der Umverteilungspolitik, der Explosion an Staatsausgaben und der Abschaffung von Freiheiten im Namen der säkularen Ersatzreligion des Ökologismus bremsen.

Mitt Romney hingegen will keinen Klassenkampf und keine Spaltung nach Rassen, Geschlechtern oder sonstigen kollektivistischen Zuordnungen. Er will, dass Amerika all das Potenzial, das in jedem einzelnen seiner Menschen steckt, wieder frei zur Entfaltung bringt und einmal mehr zum Besten wird, das die Welt jemals an Kreativität, Innovation, Optimismus und Lebensfreude gesehen hat, statt zum Schlechtesten zu degenerieren, das aus Europa geworden ist.

Und er bringt dafür auch die erforderlichen persönlichen Voraussetzungen und die besten Qualifikationen mit. Er ist ein gottesfürchtiger Mann, der seit 42 Jahren mit seiner Frau Ann, seinen fünf Kinder und 16 Enkelkindern durch alle Höhen und Tiefen – beispielsweise Ann Romneys Krebserkrankung – gegangen ist, er spendet jährlich Millionen aus seinen Einkünften an seine Kirchengemeinde und an wohltätige Zwecke, er war als Unternehmer und als Politiker erfolgreich und zeigte immer wieder, dass Nächstenliebe und Menschlichkeit für ihn keine leeren Schlagworte sind, etwa als er 1996 alles liegen und stehen ließ, um der verschwundenen Tochter eines Geschäftspartners das Leben zu retten.

Nichts ist weiter von der Realität entfernt als das Bild vom aalglatten Technokraten, das nicht nur linke Gegner, sondern auch Konservative von Mitt Romney zeichnen, die sich einen Kandidaten gewünscht hätten, der die Rückkehr zu traditionellen amerikanischen Werten mittels der Brechstange erreichen wollte. Seine bewegende Reaktion auf die Frage eines Kleinunternehmers, dessen Sohn schwer traumatisiert und mit einem bleibenden Gehirnschaden aus einem Kriegseinsatz nach Hause gekommen ist, zeigt, dass genau das Gegenteil davon zutrifft.

Auch der Vorwurf, Mitt Romney hätte zu oft seine Meinung in wichtigen Gesellschaftsfragen geändert, geht an der Realität vorbei. Romney konnte nicht, wie etwa republikanische Gouverneure in den Südstaaten, eigene Mehrheiten nutzen, um Symbolpolitik zu betreiben, sondern er hatte es mit einem Parlament zu tun, das eine stabile demokratische Mehrheit aufwies. Mitt Romney hat in entscheidenden Fragen immer nach seinem Gewissen und seiner Überzeugung gehandelt.

Er ist – im Unterschied zu dem, was seine innerparteilichen Gegner behauptet hatten – ein profilierter Konservativer. Er ist beispielsweise eindeutig Pro Life. Es trifft zwar zu, dass er das nicht zu jeder Zeit war, aber er hat seinen bereits länger zurückliegenden Gesinnungswandel in dieser Frage glaubwürdig erklärt und hat auf diese Weise sogar eine Gemeinsamkeit mit Ronald Reagan, der seine klare Position zu diesem Thema auch erst entwickelt hatte, nachdem er schon längere Zeit politische Verantwortung getragen hatte.

Mitt Romney ist desweiteren für Bildungsfreiheit. Er tritt dafür ein, staatliche Schulen in einen freien Wettbewerb mit Privatschulen und Homeschooling treten zu lassen und es durch ein faires Gutscheinsystem Eltern zu ermöglichen, selbst zu entscheiden, welche Bildungsform für ihre Kinder die beste ist. Er hat durch eine grundsatztreue Vetopolitik gegen Schulgesetzentwürfe des demokratischen Gesetzgebers sogar in seinem linksliberalen Bundesstaat durchgesetzt, dass es an öffentlichen Schulen Abstinenzerziehung gibt. Er tritt dafür ein, dass Schulbildung Tauglichkeit für ein späteres erfolgreiches Berufsleben vermittelt und nicht kapitalismusfeindliche Ideologien fördert.

Mitt Romney will Geldleistungen ans Ausland kürzen, was unter anderem auch zu Lasten der UNO und anderer zweifelhafter Organisationen gehen würde und auf diese Weise an die Politik von George W. Bush anknüpfen. Er ist nicht gewillt, Milliarden für „Klimaschutz“ auszugeben oder Freiheitsrechte und Wohlstand zu Gunsten der „Global Warming“-Religion zu opfern. In seiner Solidarität mit Israel und seiner Verlässlichkeit gegenüber anderen außenpolitischen Verbündeten der USA lässt er keine Zweifel offen.

Mitt Romney will die Verantwortung für die Gesundheitspolitik an die Bundesstaaten delegieren und auch andere soziale Fragen vor Ort regeln lassen, statt von Washington aus zentralistisch die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen zu hintertreiben.

Mitt Romney ist für legale Einwanderung, für das Recht auf Waffenbesitz, für den Rückzug der Regierung aus der Lebensgestaltung der Bürger und für ein unternehmerfreundliches Steuerrecht. Den wirtschaftlichen Aufschwung will Mitt Romney dadurch stützen, dass er Hemmnisse, Auflagen und bürokratische Einmischungen radikal zurückschraubt und auf diese Weise Menschen einfach wieder arbeiten lässt.

Die Welt braucht ein starkes Amerika. Und Amerika braucht wieder einen Präsidenten, der die Menschen stark macht. Mitt Romney steht für ein Land der Freiheit und der Innovation, ein Land, in dem sich Gläubige nicht für ihren Glauben, Familien nicht für ihren Kinderreichtum und fleißige Menschen nicht für ihren Erfolg entschuldigen müssen. Er steht für ein Land, das seinen Bürgern nicht durch Neid, Ökowahn und staatliche Gängelung die Luft zum Atmen raubt, sondern das im frischen Wind der Freiheit neu aufblühen kann.

Die USA brauchen Mitt Romney im Weißen Haus, weil er für diesen Job der richtige Mann zur richtigen Zeit ist.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s